Champions League Ball ab 2027: Nike statt Adidas

Von Niklas Schäfer
Das Ende einer Ära: Ab der Saison 2027/28 kommt der Ball in der Champions League nicht mehr von Adidas, sondern von Nike. Damit geht eine 26 Jahre lange Partnerschaft zu Ende, in der der Sternenball fast so bekannt wurde wie die Hymne des Wettbewerbs. Hier erfährst du, was über den Wechsel bekannt ist, wie der erste Nike-Ball aussehen soll und ob die Sterne bleiben.
Nike CL-Ball: der neue Ball-Deal der UEFA
Die Vermarktung der Klubwettbewerbe liegt bei UC3, einem Gemeinschaftsunternehmen von UEFA und den europäischen Klubs. Im März 2026 schrieb UC3 die Rechte am offiziellen Spielball neu aus, betreut von der Agentur Relevent Football Partners. Neben Titelverteidiger Adidas bewarben sich laut Berichten auch Nike und Puma.
Am 9. April 2026 verkündete UC3 dann, mit Nike in exklusive Verhandlungen eingestiegen zu sein. Adidas bestätigte kurz darauf, den Vertrag nicht zu verlängern. Laut Footy Headlines ist der Wechsel inzwischen besiegelt: Der neue Deal läuft vier Spielzeiten lang, von 2027/28 bis 2030/31.
Eine echte Premiere: Zum ersten Mal kommen die Bälle für alle drei Klubwettbewerbe der Männer aus einer Hand – also für Champions League, Europa League und Conference League. Aktuell liefert für die beiden kleineren Wettbewerbe noch Kipsta, die Fußballmarke von Decathlon. Kipsta hatte 2024 den japanischen Hersteller Molten abgelöst.
Wie viel zahlt Nike?
Offiziell wurden keine Zahlen genannt. Medienberichten zufolge soll sich der Wert des Vertrags aber ungefähr verdoppeln: Die Rede ist von mehr als 40 Millionen Euro pro Jahr, Footy Headlines nennt unter Berufung auf den Guardian rund 45 Millionen US-Dollar jährlich.
So soll der erste Nike Champions League Ball aussehen
Footy Headlines hat bereits erste Infos zu den Farben des ersten Nike-Balls für die Saison 27/28 geleakt:
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Für seinen Einstand setzt Nike demnach auf Altbewährtes: Der Ball für die erste Saisonphase soll überwiegend weiß sein, mit Details in Schwarz und Blau. Diese Farbkombination ist eng mit der Identität des Wettbewerbs verbunden und kam bei einem Ball für die Anfangsphase der Saison zuletzt 2017/18 zum Einsatz.
Was passiert mit den Sternen?
Die spannendste Frage ist, wie Nike mit dem berühmten Sternendesign umgeht. Die Lage ist kompliziert: Adidas hat die ineinandergreifende Sternen-Konstruktion der Panels 2001 eingeführt und sich über die Jahre bestimmte Panel-Anordnungen und Verfahren zum thermischen Verkleben patentieren lassen. Die Rechte an der Marke Champions League und am Sternenball-Logo liegen dagegen bei der UEFA.
Footy Headlines geht deshalb davon aus, dass Nike die Sterne als Grafik auf seine eigene Ballkonstruktion bringt – zum Beispiel auf die gerillte Oberfläche, die vom Nike-Flight-Ball bekannt ist. Im Frühjahr hatte es allerdings auch Berichte gegeben, wonach der Sternenlook mit dem Herstellerwechsel ganz verschwinden könnte. Endgültig klären wird sich das erst, wenn Nike den Ball offiziell vorstellt.
Rückblick: 26 Jahre Adidas-Sternenball
Seit 2001 liefert Adidas den Ball der Champions League. Mit dem „Finale“ bekam der Wettbewerb damals zum ersten Mal einen eigenen, unverwechselbaren Ball mit Sternen, angelehnt an das Sternenlogo der Königsklasse. Seitdem gab es jede Saison neue Varianten, und der Sternenball rollte bei unzähligen legendären Momenten mit.
Die laufende Saison 2026/27 ist die letzte mit Adidas – das Finale 2027 wird also das letzte Spiel mit dem Adidas-Sternenball. Ganz verschwindet Adidas aber nicht aus dem europäischen Fußball: Die Marke liefert weiterhin die Bälle für die Europameisterschaft, die Women's Champions League, die Bundesliga, die MLS und die FIFA-Turniere.
Nike und die Champions League: ein Comeback
Für Nike ist es eine Rückkehr: Schon Ende der 1990er-Jahre war der US-Konzern Ballpartner der Champions League, bevor Adidas den Vertrag 2001 übernahm. Bei der UEFA lieferte Nike zudem ab 2019 die Bälle für die Frauen-Wettbewerbe, bis einschließlich der Women's EURO in England.
Der neue Deal kommt für Nike zu einem guten Zeitpunkt. Zuletzt hatte der Konzern wichtige Ball-Verträge verloren, unter anderem den der Premier League, die seit der Saison 2025/26 mit Puma spielt. Mit der Champions League holt sich Nike nun den wohl prestigeträchtigsten Vereinswettbewerb der Welt.
Häufige Fragen zum Champions League Ball von Nike
Wer stellt ab 2027 den Champions League Ball her?
Ab der Saison 2027/28 soll Nike den offiziellen Spielball der Champions League liefern. Adidas, seit 2001 Ausrüster, verlängert seinen Vertrag nicht.
Wie lange läuft der Vertrag zwischen Nike und der UEFA?
Der Deal ist auf vier Spielzeiten angelegt und läuft von 2027/28 bis einschließlich 2030/31.
Liefert Nike auch den Ball für Europa League und Conference League?
Ja. Erstmals spielen alle drei Klubwettbewerbe der Männer – Champions League, Europa League und Conference League – mit Bällen desselben Herstellers. Bisher liefert Kipsta, die Fußballmarke von Decathlon, die Bälle für Europa und Conference League.
Wie sieht der erste Nike Champions League Ball aus?
Laut Footy Headlines wird der erste Nike-Ball überwiegend weiß, mit Details in Schwarz und Blau. Das genaue Design ist noch nicht bekannt.
Bleiben die Sterne auf dem Champions League Ball?
Das ist noch offen. Die UEFA besitzt die Rechte am Sternenball-Logo, Adidas dagegen Patente auf bestimmte Panel-Konstruktionen. Erwartet wird, dass Nike die Sterne als Grafik auf seine eigene Ballkonstruktion druckt. Es gab aber auch Berichte, dass der Sternenlook ganz verschwinden könnte.
Wie viel zahlt Nike für den Champions League Ball?
Offizielle Zahlen gibt es nicht. Berichten zufolge dürfte sich die Summe gegenüber dem bisherigen Vertrag etwa verdoppeln, auf über 40 Millionen Euro pro Jahr.
Mit welchem Ball wird die Champions League 2026/27 gespielt?
Die laufende Saison 2026/27 ist die letzte mit einem Adidas-Ball. Das Finale 2027 wird damit das letzte Champions-League-Spiel mit dem Adidas-Sternenball.
Hat Nike schon früher den Champions League Ball geliefert?
Ja. Ende der 1990er-Jahre war Nike bereits Ballpartner der Champions League, bevor Adidas den Vertrag 2001 übernahm.
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